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Traditional, Complementary and Integrative Medicine Medizinstrategie (TCIM) 2025-2034: Erster systematischer Review unterstreicht das Potenzial und die Kosteneffizienz der integrativen Onkologie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) priorisiert im Rahmen ihrer Traditional, Complementary and Integrative Medicine Medizinstrategie (TCIM) 2025-2034 verstärkt Nachweise zur Integration sicherer, effektiver traditioneller und komplementärer Praktiken in die nationalen Gesundheitssysteme. In der Onkologie kombiniert die integrative Onkologie (IO) evidenzbasierte komplementäre und traditionelle Modalitäten mit der Standardkrebsversorgung zur Verbesserung der Symptomkontrolle, Lebensqualität und patientenzentrierter Ergebnisse. Obwohl der klinische Nutzen zunehmend anerkannt wird, erfahren die Umsetzung durch die Politik und die Erstattung aktuell in Deutschland gravierende Rückschläge.

Eine neue systematische Übersichtsarbeit fasst zehn Kosten-Nutzen-Studien zu Interventionen der IO zusammen und bewertet ihre Auswirkungen auf eine nachhaltige Krebsversorgung im Rahmen der TCIM. Die methodische Qualität der ausgewählten Studien ist hoch, mit einem mittleren CHEERS-Berichtswert von 93 Prozent, einem internationalen Standard zur Bewertung der Qualität gesundheitsökonomischer Evaluationen. Insgesamt zeigten IO-Ansätze eine günstige oder überlegene Kosteneffizienz mit phytotherapeutischen und anthroposophisch-medizinischen Interventionen, die die günstigsten Kosten-Wirksamkeits-Profile aufzeigten. Diese Ergebnisse stimmen mit den Prioritäten der TCIM-Strategie der WHO 2025-2034 überein und deuten darauf hin, dass die IO die patientenzentrierte, nachhaltige und kulturell sensible Krebsversorgung unterstützen und ihre wertbasierte Integration in nationale Krebsprogramme sinnvoll sein könnte und den Erstattungsrahmen in der Krankenversicherung effektiv unterstützen kann.

Im Vergleich zur Standardversorgung waren die IO-Ansätze durchweg kostengünstig oder überlegen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die integrative Onkologie als Teil der TCIM sinnvoll in nationale Krebsprogramme und Krankenversicherungen integriert werden könnte. Diese Erkenntnisse kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem die Weltgesundheitsorganisation in ihrer „Globalen Strategie für traditionelle Medizin 2025–2034“ die Stärkung der Evidenzbasis als wesentlich für die verantwortungsvolle Integration komplementärer und traditioneller Praktiken, auch in der Krebsversorgung, bezeichnet.

Der systematische Review wurde von Forschern des CCCTIM in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Havelhöhe, dem Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité sowie dem UK National Center for Integrative Oncology, der IVAA und EUROCAM durchgeführt. Link: Frontiers | Cost-effectiveness of integrative oncology for sustainable and patient-centred cancer care: a systematic review in the context of the WHO global traditional medicine strategy 2025–2034